Druckluftverteilung – Top oder Flop

Sie sollten wissen, dass ...

  • für kompressible Medien wie ungefährliche Gase/Druckluft spezifische Normen, Regelwerke, Richtlinien gelten, die die Verwendung von „Vielzweckrohren“ einschränken oder gar verbieten;
  • Druckluftrohre wegen des Gefährdungspotenzials den Anforderungen der Druckgeräterichtlinie 2014/29/EU und der Konformitätsbewertung (Baumuster/CE-Kennzeichnung) unterliegen;
  • neben den zu dokumentierenden Prüfpflichten und -fristen des Betreibers beim Betrieb bzw. bei der Installation eine Gefährdungsanalyse gemäß BetrSichV bzw. Arbeitsschutzgesetz zu erstellen ist;
  • Druckluft jedes Loch mit Überschallgeschwindigkeit, expandierend verlässt und die Fließgeschwindigkeit im Netz ≤ 6 m/s betragen sollte;
  • nur spaltfreie Rohrverbindungen (Löten, Schweißen, Kleben), d. h. O-Ring-frei, über die gesamte Standzeit Dichtigkeit (QL < 10-10 mbar l/s ) und Wartungsfreiheit garantieren;
  • fehlende Dokumentation von Rohrführungen, Dimensionen, Fließgeschwindigkeiten, Druck-/Temperaturdaten, technische Merkmale, Anzugsmomente etc. die Ursache dafür sind, dass in 80 von 100 Betrieben 50% und mehr der Energie vergeudet wird (EU-Studie
    [1]);
  • wer nur auf die Investitionskosten schaut, dabei übersieht, dass diese nur zu 20% in die Rechnung eingehen, dafür aber über 80% Energiekosten übersehen werden.

Ein schlecht geplantes Druckluftnetz kostet vielleicht nur 25% der Gesamtinvestition, kann aber die Energiekosten, bezogen auf die Investitionskosten, schon im ersten Jahr verdoppeln.


Fußnoten

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